Juhuu, nun steht sie, meine 18/1-Wand in der Schleusengartengalerie.

Nach zwei Tagen Stretching und Gymnastik in frischer Luft und Sonne war's geschafft. Schöner Ausgleichssport für mich alten Stubenhocker.
Der Übertrag von der Vorlage erfolgte letztendlich freihändig, weil Beamereinsatz im Gelände bei bratzender Sonne es nicht so gebracht hätte. Hat aber super geklappt und die Abweichnungen vom Original machen das Ergebnis nur noch besser. Bin sehr zufrieden :o)
Hier noch ein Bild mit stolzem Künstler und eins mit schönen Wolken.
Hier mein Entwurf für die Galerie 18/1, eine von Jan Peter Schildwächter initiierte und von Rolf Kellner betreute Ausstellung am Bergedorfer Schleusengarten.

Freu mich schon drauf, das Ganze
auf Plakatwandgröße zu malen!

So, mal muss Schluss sein. Hier also das fertige Cover...

Nächster Schritt beim Teufel mit den drei goldenen Haaren:

Na, wird ja langsam.

Mehr bald.
Wieder mal eine erstaunliche Coverentstehung, diesmal "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren für Zwerchfells GRIMM-Reihe...

Und weil ich morgen in Urlaub fahre, gibt's gleich 'n ganzen Schwung auf einmal...

Hier das Bleistiftrough.

Und schon wird's bunt. Statt Digitalmalerei hab ich disemal die ollen Acrylfarben ausgepackt. Ich fang mal mit dem Teufel an...

... und mach mit Baabra weiter. Ihre zarten Kurven gehe ich etwas vorsichtiger mit transparentem Farbauftrag an.

Wird dann aber auch noch kräftiger.
So, dann wäre als nächstes wieder der Leibhaftige dran.
Aber erst nach dem Urlaub...
So, zum großen Ganzen.
Hier das Cover im Momentanzustand:

Hmm, da ist noch was zu tun...
Als erstes schwäche ich mal das gelbe Leuchten aus dem Hintergrund ab.

Mhmm, schon besser. Aber noch nicht fertig.
Obenrum muss die Geschichte noch etwas dunkler insgesamt. Um Gereons Kopf ein leichtes Leuchten, um ihn vom Hintergrund abzusetzen. Und ans Hemd muss ich ihm nochmal: die orangene Lichtkante an seinem Hemd ist mir nun zu aufdringlich.

Ja, so kommen wir der Sache näher.
Und hier die andere Elfenschwester.

Natürlich auch mit einem kurzen Blick auf vorher...

... und nachher.

Tja, damit wären die Figuren durch. Nun geht es an die vergleichsweise undankbare Aufgabe des Hintergründelns und Abstimmens. Maunz. Nicht gerade mein Lieblingsteil.
Aber nützt ja nix.
So, nun sind die aristokratischen Elfenschwestern dran.

Erst die eine...


... nachher.

Huuiiii...
Jetzt aber ins Getümmel...

Zwerge, Zwerge, nichts als Zwerge. Mehrmals verfluche ich das epische Format, das ich diesem Titelmotiv gab. Doch was hilft's?
Und schließlich ist auch das geschafft.

Hier zum Vegleich nochmal die Flatversion.

Tja, vielmals Entschuldigung, das waren mehr als 10 Tage, aber nicht meines Urlaubs wegen, sondern weil der Bediener des Inhaltshandhabungssystems unten war. Nun soll's aber in schneller Folge weitergehen.

Am Förster ist zunächst genug rumgeprökelt, wir wenden uns den Zwergen zu...
Erstmal nehmen wir uns die zwei ganz vorne vor.

Dann geht es rechts...

... wie links all denen an den Kragen, die sich vom Gewimmel abheben.

So, die Farbflächen sind gesetzt. Jetzt kann der eigentliche Spass losgehen.

Malen, panschen, modellieren, dass es nur so seine Bewandtnis hat.

Anfangen tun wir natürlich mit Gereon, unserem Hauptdarsteller und Mann in der Mitte.
Juhuu, Autor und Verleger sind soweit einverstanden mit dem Covermotiv.
Um nicht zu sagen begeistert ;o)
Ich mache mich also ans bunten.

Hierzu lege ich erstmal plane Farbflächen unter der Bleistiftzeichnung an.
Plane Farbflächen haben den großen Vorteil, dass sie in Photoshop sehr unkompliziert mit dem Zauberstab auszuwählen sind. Schattierungen werde ich auf separaten Ebenen anlegen.
Wo wir von Ebenen sprechen, da haben wir jetzt folgendes vorliegen:
Den Hintergrund...

... die Farbflächen...

Hier das Ganze nochmal mit einem ersten Lichtverlauf im Hintergrund (Ihr habt's erraten, auf separater Ebene ;o)

Die erste, etwas actionlastigere Variante ist's nun geworden.

Hier die ausgearbeitete Bleistiftzeichnung, die nun gephotoshoppt wird, dass die Wände wackeln.
Und hier ein Layout mit eingefügten Schriften. Die Illustration selbst ist etwas größer gezogen (120%), um die Stimmung etwas zu verdichten.

So, nun wird es aber Zeit, mal beim Autoren und beim Verleger nachzuhorchen, was die denn überhaupt davon halten ;o)
Weiter geht es mit immer noch groben, aber schon etwas detaillierteren Entwürfen...


Wie man sieht, habe ich keins der ersten Scribbles direkt umgesetzt, sondern die Elemente nochmal durcheinander gewürfelt und neu zusammen gesetzt.
So, ich steige nun auch ein ins webspaceschindende und zurecht allseits beliebte Zeichnerblogspiel "Von der Idee zum fertigen Dingsbums".
Diesmal geht es um das Cover für die deutsche Ausgabe der zweiten ARGSTEIN-Graphic Novel.

Fangen wir mal an mit ein paar ganz groben Skizzen...



Ziel ist es, erstmal herauszufinden welche Figuren aufs Cover sollen und wohin.
Illu für einen Hansrudi-Wäscher-Hommageband, der anlässlich des Comicfestivals München 2009 erscheint.

Am meisten Spass hat die olle Heftoptik gemacht.
Auch dieses Jahr fand das erzgemütliche Comicfestival Hamburg im Schulterblatt 73 statt, wie immer unter der milde hirnweichen Überschrift "Äpfel, Nüsse, Fink und Star". Auch dieses Jahr war es - gemütlich...
Vielleicht gar gemütlicher als 2007.

Hier die Fürchterlichen Vier JP Schildwächter, Captain Heesch, moi und Hochwürden AHA
Now to be preordered at amazon.de:

GRIMM#9 featuring "Das Bürle" by yours truly and "Aschenputtel" by Viennese wunderkind Walter Fröhlich. BUY!
Die lieben Leute von Comicgate starten mal wieder einen Zeichenwettbewerb und haben mich nicht nur zum Jurymitglied ernannt, sondern...

... mich auch dieses hübsche Logo zeichnen lassen.
Das Shootout findet vier Wochen lang webbasiert statt, grosses Showdown dann vom 22. bis 25. Mai auf dem Comicsalon Erlangen.
Bussi vorab an Frauke, LeGuy, die schnuckeligen Mitjuroren und natürlich alle Teilnehmer!
Letzten Sonntag war ich seit langem mal wieder auf Signiertour, diesmal ging es in das freundliche Städtchen Frankfurt am Main, wo Piwi und die Dinter-Brüder zur Disco Amore Releaseparty bliesen.

O ja, am 14. Februar erscheint endlich ARGSTEIN- Das Gesetz des Waldes bei Ehapa Comic Collection. Ein Umstand, der selbstredend entsprechend auf der ECC-Site gefeatured wird. Anlass genug, mich mal wieder in der altehrwürdigen Kunst des animierte-GIF-Banner-Bauens zu üben. Hier also der Linkbanner auf ARGSTEIN, der dieser Tage bei ECC auftauchen wird:
Hat Spass gemacht. Und ist, wie ich finde, auch ganz hübsch geworden.
Nur Josef Rothers schweinsköpfiger Sturheit und seiner absoluten Unfähigkeit, Nein als Antwort zu akzeptieren, haben wir es zu verdanken, dass zum 12. internationalen Comic-Salon Erlangen der erste offizielle ARGSTEIN-Comic erscheint! Wochenlang lag er den bedauernswerten ECC-Redakteuren in den Ohren, lamentierte hier, flehte da, intrigierte dort, bis sich die Realität schließlich nach seinem Willen verbog: am 15. Juni 2006 erscheint bei ECC das 16-seitige Teaser-Special "ARGSTEIN- Der Verbotene Wald".
Die abgeschlossenen Kurzgeschichte "Der Verbotene Wald" gibt einen hübschen Vorgeschmack auf das Album "ARGSTEIN- Das Gesetz Des Waldes", das im Dezember bei ECC erscheint. Wir sind froh, euch diesen Einblick in den ARGSTEIN-Kosmos zum Comic-Salon präsentieren zu können! Danke, Josef, für deine unglaubliche Dickköpfigkeit!
Hier das Cover:

Also, bis die Tage in Erlangen! Der Förster wartet auf euch!
Samstag abend war ich auf der Release Party des PERRY-Comics der Alligatorfarmkapeiken. Das PERRY-Projekt ist ziemlich aussergewöhnlich, macht es sich doch eine unbezahlte Schar von idealistischen jungen Zeichnern zur Aufgabe, Retro-Mainstream zu produzieren.
Damit sind die Alligatoren meilenweit entfernt von der weinerlichen "Mir doch egal ob jemand meine Comics versteht ich bin halt genial und mach nich son Kommerzscheiss"- Nabelschau eines beträchtlichen Teils der deutschen Comiczeichnerschaft. Aber ist PERRY der Weg in die Zukunft?
Auf jeden Fall ist das Heft grosse Klasse! Das Experiment, ohne wenn und aber an ein 70er-Phänomen anzuschliessen, ist stilistisch 100%ig geglückt. Inhaltlich bemerkt der zynische Comicprofi vielleicht ein paar mal zu oft den Drall in die Ironie, aber das läuft immer schön mit geradem Gesicht ab. Auch volle Kanne 70er ist der Coverpreis von 1,95 , Selbstausbeutung verbrämt als Retroauthentizität, sehr hübsch.
Chefalligator Karl Nagel, nichtzeichnender Ideengeber, Peitschenschwinger und Mietezahler des Farmstudios, hat da ein Novum auf die Beine gestellt: eine learning-by-doing-Anstalt für junge deutsche Zeichner. So was gab's zu meiner Zeit nicht, ich musste noch, desillusioniert von der HfbK, im Trickfilmstudio malochen. Dafür gab's da aber Geld zu verdienen, hehe.
Frage ist halt, wie immer in Comicdeutschland, welcher Hahn nach diesem ambitionierten Experiment krähen wird, wenn überhaupt. Um mal gleich ordentlich zu unken: Dass junge Mangahirne sich auf diesen opulenten 70er-Quatsch umpolen lassen, halte ich für relativ unwahrscheinlich.
Normale Perry Rhodan-Leser, spekuliere ich mal wild, kommen hervorragend ohne Comic aus, zumal PERRY ja auch einen explizit einen von der Romanwelt getrennten Weg beschreiten will. Ausserdem lockt man die, wenn überhaupt, nur mit einer mindestens 14-tägigen Erscheinungsweise hinterm Ofen vor.
Bleiben als Zielgruppe die alten Hardcorefans. Die stellen sich allerdings in all ihren Äusserungen, sei es Leserbrief oder Forumsbeitrag, als hundserbärmlich beschränkt und 100% humorfrei heraus. Dass diese Leute PERRYs Ironie werden goutieren können, halte ich für ausgeschlossen. Na, wenigstens werden sie amüsante Leserbriefe schreiben.
Tja, und da sind wir halt am Schluss wieder bei den paar hundert Leuten in Deutschland, die sowieso jeden handkopierten Zettel, der irgendwie nach Comic aussieht, kaufen. Und die, so sehr ihr loyaler Sammeleifer auch gepriesen sei, reichen einfach nicht, um ein Comicprojekt am Leben zu halten.
Wie schon so oft zuvor in meinem kurzen süssen Leben wünsche ich aus tiefster Seele, dass ich mich irre. Und dass uns noch hunderte von PERRY-Ausgaben ins Haus stehen.